Jugendfahrt Lienz 2015

Piraten zurück in Österreich!

Lang ersehnt aber schon wieder vorbei. Am 27.06.2015 machten wir uns morgens um 6.15 Uhr vom Bootshaus auf nach Lienz, das wir am frühen Abend ohne größere Schwierigkeiten erreichten. Der Campingplatz hatte sich nicht verändert, außer dass er dieses Jahr angenehm leer war. Unser Vortrupp war schon da und erwartete uns mit unseren Freunden vom VFL Arno, Gabi und Sabine. Der Zeltaufbau klappte wie immer zügig und schnell konnten wir uns für die nächsten 3 Wochen einrichten.

Am nächsten Tag ging es zum Eingewöhnen erstmal auf die Drau. Wir hatten viel Spaß beim Päckchen fahren und es war noch recht viel Wasser auf der Drau. Das Wetter war die gesamten 3 Wochen spitzenmäßig, um 30 bis 35 Grad, Regen meist nur mal nachts. So konnten wir diesmal den Pool ausgiebig nutzen, was wir auch taten und viel Spaß dabei hatten. Das Wechseln von kurzer Hose in Neopren bei 35 Grad in praller Sonne ist zwar recht gewöhnungsbedürftig, aber es gab anschließend zur Abkühlung immer noch ein freies Plätzchen im Fluss, trotz Pirateninvasion.

Am 4. Tag machten wir uns auf ins Mölltal und eroberten die Schaukelmöll. Die Slalomstrecke brachte Meike zum Aussteigen. Aber am Sportcamp ließ sie sich wieder zum Einsteigen überreden und brachte die Fahrt entspannt zu Ende. Zum Schluss haben wir noch Balu unterrichtet. Er apportiert jetzt Paddel, allerdings schwimmt er mit ihnen fort und legt sie an unzugänglichen Stellen am Ufer ab. Das Üben wir nochmal.

Am nächsten Tag stand Retten und Bergen auf dem Programm. Ausgesucht hatte sich Frank die Gabiwelle auf der Drau. Alle durften schwimmen, retten, bergen, werfen und meisterten diese Aufgabe gut. Natürlich wie immer unter vielen neugierigen Blicken von Zuschauern, die zufällig vorbeikamen.

Der Italiener in Lienz ist immer noch so gut wie letztes Jahr, allerdings haben die Messer dort etwas an Schärfe eingebüßt. So bekommt man ein noch stumpferes Messer, wenn man sich ein schärferes bestellt.

Die Isel haben wir ebenfalls des Öfteren erkundet. Von Huben fuhren ein paar Wagemutige los. Das Wasser war in diesem Teil ziemlich wild, aber alle kamen gut am Treffpunkt an und hatten augenscheinlich recht viel Spaß. Mit dem Rest ging es weiter über den Isel-Abfall zum Ausstieg auf der Drau. Ein paar Zusammenstöße mit den Raftern konnte nicht vermieden werden, aber alle hatten Spaß an der Sache.

In der zweiten Woche haben wir mal die obere Möll getestet. Allerdings wird es eine Wiederholung wohl erst bei erheblich mehr Wasser geben. Der Einstieg war schon recht abenteuerlich. Nachdem wir alle im Boot saßen, ging es los. Hannah ist leider nach einigen Metern umgekippt. Cati wollte ihr helfen und ist aus Sympathie gleich mit umgekippt. Die beiden zogen sich ein paar Blessuren zu, waren aber am nächsten Tag glücklicherweise wieder fit. Seitdem vermisst Cati allerdings einen Gummilatschen, den Niklas seelenruhig vorbeitreiben ließ.

Dafür haben die anderen nicht aufgegeben und beide samt Boot und Paddel wieder an Land gebracht. Ein Stück weiter, als die anderen zustiegen, musste Frank ein neues Boot besteigen. Er hatte einen Riss im Boot und lag recht tief im Wasser.

Die Drauwanderstrecke hatte immer noch einen genüsslichen Nebeneffekt. M Preis war direkt am Ziel und so konnten die Kanupiraten sich alle noch an einem kleinen Eis erfreuen.

Aber auch in der Stadt Lienz gab es eine sehr leckere Eisdiele, die wir letztes Jahr bereits getestet haben.

Auch in diesem Jahr hatten wir Fahrräder dabei und diese auch ausgiebig genutzt. Wir fuhren mit dem Zug Richtung Italien und mit dem Fahrrad zurück an der Drau. Abends gab es dann immer noch Leute, die neben Paddeln und über 30 Grad auch noch Mountainbiketouren unternahmen. Der Osttirodler steht auch noch immer da, wo er letztes Jahr war und hat unsere Enterung gut überstanden. Wir auch, mit viel Spaß.

Der Klettergarten wurde dieses Jahr auch wieder genutzt und alle hatten Spaß daran sich an der Flying Fox Bahn einfach nur rutschen zu lassen und das über die Schlucht. Aber auch der schwierige Kletterteil wurde nicht ausgelassen. Zur Abkühlung nutzen wir dann den Wasserpark, dieser ist zwar eigentlich für kleine Kinder gedacht, aber die Jugendlichen erfreuen sich immer wieder daran mit Wasser spielen zu können.

Die Verpflegung war wie immer gut, ausgewogen und vielfältig. Unser Grillmeister hat sich am Grill wieder selbst übertroffen, ganz zu schweigen von seiner Küchenfee Olga, die eigens Ihr Haarnetz zu Hause eingepackt hatte. Frank hat uns wieder mit seinen Waffeln verwöhnt und uns Rührei mit Speck zum Frühstück gemacht, Anja hat für unseren Einkauf  gesorgt und reichlich frisches Obst und Getränken herangeschafft. Auch Haxen gab es dieses Jahr wieder, allerdings haben wir aus dem letzten Jahr gelernt und die Menge reduziert. Aber sie waren vorzüglich.

Natürlich durfte der letzte Gang in die Stadt, um Verpflegung für die Fahrt zu besorgen nicht fehlen. Noch ein paar Souveniers kaufen und es kann wieder ab nach Hause.

Ach nein. Das Boote laden nicht vergessen!

 

 

Am 18.07. trafen wir nachts wieder zu Hause ein. Müde, aber mit vielen schönen und neuen Eindrücken.

 

Sandra Seyer

Catrin Rieger-Rüdiger