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Kanusport im Naturschutzgebiet Lippeauen

Originalartikel von der Webside "www.westline.de" mit Bezug zur Quelle "Dorstener Zeitung" vom 23.Mai 2007

Haubentaucher bekommt Oberwasser

Dorsten - Der Naturschützer wähnte sich in nicht "artgerechter Umgebung": "Hier sind offenbar ausschließlich Kanufreunde vertreten", kritisierte Alfons Pennekamp, Mitglied des Landschaftsbeirates des Kreises. Beim gestrigen Symposium "Kanusport im Naturschutzgebiet Lippeauen - ein Konflikt?" stießen offenbar völlig wesensfremde Parteien aufeinander.

Nach Meinung von Pennekamp sind permanente Fahrten auf der Lippe mit der bereits bestehenden Naturschutzverordnung unvereinbar: "Ich habe die Feststellung gemacht, dass viele Brutvogelarten zurückgehen und bin deshalb der Auffassung, dass die Lippe zu Brut- und Zuchtzeiten zwischen Lünen und Dorsten nicht befahren werden darf."

Zündstoff für die vielen Kanufreunde, die sich selbst als Naturschützer begreifen: "Wir nehmen den Umweltschutz ernst. Warum erhalten wir keine Rangerfunktion wie in anderen Ländern auch, um den alltäglichen Frevel in den Lippeauen mit unterbinden zu können?", fragte etwa Michael Seibert, einer der lokalen Kanutouranbieter in der Runde.

Demgegenüber aufgeschlossen zeigte sich Dr. Gertrud Hein von der Natur- und Umweltschutzakademie NRW. Die Moderatorin des Nachmittags wies daraufhin, dass die Kanusportler und -freunde in der Tat als Landschaftswächter tätig werden können. Vom Sinn und Nutzen der Kanuerlebnistouren waren - mit Ausnahme der Naturschützer - viele Podiumsvertreter überzeugt. "Wie soll man Kinder und Jugendliche denn sonst dazu bringen, die Umwelt zu schützen, wenn sie gar nicht damit in Berührung gekommen sind?", zweifelte eine Diskussionsteilnehmerin ein totales Fahrverbot auf der Lippe an.

Doch die Bezirksregierung ist wegen der Klagen der Naturschützer hellhörig geworden. So kündigte Klaus Fürst an: "Wenn wir ein Problem mit den Kanufahrten bekommen, dann wird es Bereiche an der Lippe geben, in denen Aktivitäten künftig verboten sind." - eng

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